Ausstellung HISstory 2019

Ausstellung HISstory

über 800 Leute besuchten die Ausstellung in den letzten zehn Tagen und beschäftigten sich mit HisStory – Seiner Geschichte. Vor allem nahmen viele Schulklassen das Angebot einer kleinen Zeitreise durch die letzten 2000 Jahre unserer Geschichte an. Die Schüler lauschten (meist) aufmerksam Geschichten über die Geheimzeichen verfolgter Christen, Kreuzzüge im Mittelalter und Fehldrucke in Bibeln des 18. Jahrhunderts und legten mit großer Begeisterung Kettenhemden, Mönchskutten und Handschellen an.
Nach der Führung ging es für viele direkt in die Bastelecke, in der man sich an der authentischen Druckerpresse Finger und Nasen schwärzen konnte, nur erstaunlich wenige Finger am Siegelwachs verbrannt wurden und mit jedem Tag neue kaligrafische Meisterstücke auftauchten.
Zum Abschluss ging es in den Keller zu Ronny, der in einer extra für die Ausstellung gebauten Katakombe sowohl aus seinem eigenen Leben als auch aus dem der frühen Christen berichtete. Themen wie der Wert jedes Menschen, Menschenwürde und die Liebe Jesu, die in den Führungen durch die Ausstellung bereits anklingen konnten wurden hier auf eine ganz persönliche Ebene gebracht. Beim Verlassen des Hauses die häufige Rückmeldung: Das war alles echt cool!
LisaR

Neben der ganztägig geöffneten Ausstellung gab es auch spannende Abendveranstaltungen. Ein Beispiel war der unglaublich logische Vortrag von Professor Matthias Clausen von der Evangelischen Hochschule Tabor  „Ich bin gut auch ohne Gott“, der an Hand der Frage der Ethik zwingend schlussfolgerte, dass eine größere Macht hinter diesen Werten stehen muss. Tief beeindruckend war auch der urgemütliche Abend myStory im GoldenGateCafé, der Einblicke in das Leben eines Menschen brachte, der 30 Jahre lang in schweren Abhängigkeiten lebte und Befreiung erfahren hat.

25 Ausstellungsdisplays, bunt und modern gestaltet, 3D-Themenwürfel zum Spielen und Rätseln, Exponate zum Anfassen, Anziehen und Erforschen – von der Mönchskutte bis zum Kreuzritterschwert – laden Erwachsene und Kinder zum Mitdenken und Mitmachen ein. Auf der Gutenberg-Druckerpresse kann jeder Besucher selber einen Bibelvers drucken. Es geht um die Geschichte und die verändernde Kraft des christlichen Glaubens. In der öffentlichen Wahrnehmung oft reduziert auf Kreuzzüge und Reformation, bietet diese Ausstellung differenzierte und objektive Informationen. Das Christentum ist heute noch lebendig, in unserer Gesellschaft und in vielen Teilen der Welt: 2,4 Milliarden Menschen bekennen sich als Christen – die größte Religionsgemeinschaft der Welt!
Der christliche Glaube hat die Kultur des Abendlandes stark beeinflusst – in Sprache, Musik, Malerei und Baukunst. Die Geschichte Europas und des gesamten Abendlandes ist ohne die Geschichte des Christentums undenkbar.

Ein Besucher betritt den Ausstellungsraum und steht mitten drin in einer Geschichte, die bis heute fast 2000 Jahre umfasst. Es geht um die frühe Kirche, das Mittelalter, die Reformationszeit und die Neuzeit. Der Rundgang beginnt mit Jesus Christus und am Ende steht die Frage nach der Zukunft des Christentums. Auch die dunklen Kapitel der Kirchengeschichte, wie die Kreuzzüge und die Inquisition, werden nicht ausgeblendet. Gerade die Irrtümer in der Kirchengeschichte führten zu Veränderungen und zur Reformation.

Anhand der chronologisch angeordneten Ausstellungsdisplays bekommt der Besucher durch Kurztexte einen schnellen Überblick über die Geschichte. Personen wie Martin Luther, Paulus oder August Hermann Francke lernt man hier kennen. Historische Ereignisse wie die Christenverfolgung oder Luthers Thesenanschlag werden anschaulich erklärt. Die farbenfroh gestalteten Bildcollagen regen zur Diskussion an. Zahlreiche Exponate – antike Gegenstände, Kleidungsstücke wie Pestmantel oder Kettenhemd – laden zum Ausprobieren ein. Bücher und Bildbände illustrieren die jeweiligen Epochen, z.B. die Gutenberg-Bibel, die erste deutsche Bibel und die Hauptschriften der Reformation.

Auch interaktive 3D-Themenwürfel zeigen die positiven Einflüsse des Christentums kurz und prägnant. Da geht es um Menschenwürde, Mildtätigkeit, Schulbildung oder die Überwindung der Sklaverei. Monitore mit kurzen Dokumentarfilmen und Comicstrips laden ein zum Abtauchen in die Geschichte. Jeder Besucher kann die Ausstellung für sich selbst besichtigen oder an einer informativen und anschaulichen Führung teilnehmen, Fragen stellen und ins Gespräch kommen.

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